Content-Strategie für Personal Brands und Unternehmerinnen

Content strategie für PErsonal Brands

Wo wirksamer Content wirklich beginnt

Lesedauer: 4 Minuten

Wer auf Instagram und/oder LinkedIn 

wirksamen Content veröffentlichen möchte, beginnt meistens am falschen Ende: beim Post. Ein Thema muss her, ein Format, ein Hook und am besten noch ein Trend, der gerade durch den Feed läuft. Dabei entscheidet sich die Wirkung von Content lange vorher, dort, wo eine Frau für sich klärt, wer sie ist, wofür sie steht und mit wem sie spricht.

Das beobachte ich in meiner Arbeit immer wieder

Frauen mit viel Expertise und einem ganz eigenen Blick sitzen vor dem leeren Caption-Feld und suchen nach dem richtigen Satz, obwohl die eigentliche Frage viel weiter zurückliegt. Solange sie offen bleibt, wird jeder Post zu einer Übersetzungsarbeit zwischen dem, was in ihnen steckt, und dem, was am Ende im Feed steht.

Im Mentoring arbeite ich deshalb von innen nach außen: erst die Identität, dann die Positionierung, dann die Strategie und ganz zuletzt der Content. Dieser Artikel folgt genau dieser Reihenfolge und zeigt, wie daraus eine Content Strategie für Instagram entsteht.

Womit anfangen bei Content?

Wer sich mit Content beschäftigt,

hört zuerst von Formaten, Reichweite und Algorithmus. Das sind Werkzeuge, und ob sie wirken, hängt davon ab, was durch sie transportiert wird. Ein Reel mit einer Botschaft, die nicht aus der eigenen Essenz kommt, bleibt ein Reel von vielen.

Die essenz ist das, was eine Frau ausmacht:

ihr reinstes Sein. Aus ihr ergibt sich alles Weitere: ihr besonderer Blick auf die Welt, ihre Tiefe, ihre Werte und die Vision, der sie folgen möchte. Sie ist der Ausgangspunkt jeder Personal Brand. Man kennt das aus der Mode. Ein Kleid kann hochwertig verarbeitet sein und sitzt trotzdem schlecht, wenn es nicht für den eigenen Körper geschnitten wurde. Content verhält sich genauso. Fehlt die Essenz, entsteht Konfektionsware, die überall verfügbar ist und an niemandem richtig sitzt. Ein maßgeschneidertes Stück dagegen fühlt sich sofort stimmig an, und genau dieses Gefühl überträgt sich auf die Menschen, die dich sehen.

Die Essenz zu finden heißt,

sich selbst in einer anderen Tiefe zu begegnen, als man es bisher getan hat. Wer gerade nicht weiß, was die eigene Handschrift ist, kann an mehreren Stellen nachfragen. Ehemalige Kundinnen verraten mit ihrem Feedback oft sehr viel, und Freundinnen und Familie können meist genau benennen, was sie an einem Menschen besonders finden. Der tiefere Weg führt über Identity-Arbeit, wie ich sie im Mentoring The Brand Breakthrough begleite.

Zur Essenz gehört

außerdem eine Erlaubnis. Im Social-Media-Kosmos darfst du nicht nur, du musst dein eigenes Ding machen. Du sprichst, wie du sprichst, du gehst mit deinen eigenen Botschaften raus und bleibst dabei bei dir. 

Davor steht ein klares Ja zum eigenen Business, denn ohne dieses Ja bleibt jede Strategie ein Versuch. Zweifel gehören dazu, mir selbst geht es nicht anders. Sie verschwinden nicht, wenn man weiter geht, doch mit einem Ja im Rücken lässt es sich gut mit ihnen umgehen.

 

Wie das aussieht, wenn es gelingt, zeigt eine meiner Kundinnen. Heute fällt es ihr leicht, Content zu erstellen. Sie drückt sich so aus, wie sie auch im echten Leben mit Kunden und Freunden spricht, und verstellt sich nicht länger. Ihre Posts klingen nach ihr. Einen Monat nach dem Mentoring hat sie 10K Umsatz über Instagram gemacht, obwohl sie über diesen Kanal vorher gar keinen Umsatz hatte.

Instagram Content Strategie: Positionierung und Content-Säulen festlegen

Aus der Essenz entsteht die Positionierung. Sie beantwortet, wofür du stehst, welche Botschaften deine sind sind und mit wem du sprichst. Das Gegenüber ist dabei mehr als eine Zielgruppe auf dem Papier. Eine demografische Persona mit Alter, Wohnort und Yoga als Hobby reicht dafür nicht aus. Deine Wunschkundin kennst du dann gut genug, wenn du sie so beschreiben könntest wie deine beste Freundin: Was beschäftigt sie, was wünscht sie sich, wohin möchte sie, wovon träumt sie, wovor hat sie Angst?

Genau dort setzt wirksamer Content an. Er spricht ihren Wunsch an und zeigt ihr, wohin ihre Reise gehen kann. Dazu gehören die großen Fragen, die sich eine Unternehmerin stellen darf: Was ist meine Vision, welche Ziele habe ich, welche Werte tragen mich? Wer das klar hat, findet Frauen, die sich wiedererkennen und denken: Die ist wie ich oder sie versteht mich.

Wiedererkennung ist der Moment, in dem aus einer Followerin eine Kundin wird, in dem sie Vertrauen fasst.

Aus Essenz und Positionierung lassen sich die Content-Säulen für deinen Instagram-Kanal ableiten. Das sind wiederkehrende Themenfelder, die dem Content seine Richtung geben, und ich bin überzeugt, dass jede Personal Brand sie braucht. Sie nehmen die tägliche Entscheidung ab, worüber du heute sprichst, denn die Antwort liegt in deinen Säulen.

Weil die Säulen aus der Essenz kommen, sehen sie bei zwei Expertinnen aus demselben Fachgebiet unterschiedlich aus. Sie sind ein Rahmen, der Content planbar macht und trotzdem Raum für die eigene Intuition und Persönlichkeit lässt.

Business-Mentorin Carina Rother unterstützt Frauen beim Aufbau einer authentischen Personal Brand

Erlaube dir unverwechselbar zu werden

Welche Content-Formate passen zu deiner Marke?

Erst jetzt, am Ende der Reihenfolge, geht es um Formate wie Reels, Carousels und Stories. Nicht jedes passt zu jeder Marke, und es ist kein Naturgesetz, dass man Reels machen muss. Welches Format trägt, hängt davon ab, wie sich die Essenz am stimmigsten ausdrücken lässt. Manche Marken leben von Bildern und Atmosphäre, andere von Sprache.

Eine meiner Kundinnen, Interior Designerin, postet gar keine Reels. Dennoch: Ein internationales Trendbüro ist auf sie aufmerksam geworden und nun hält sie auf den Bühnen von London Workshops und generiert auch darüber Kunden. Der Türöffner war Instagram.

Die Frage, die sich lohnt, lautet deshalb: Welche Formate spiegeln mich wirklich wider? Und: Wie kann ich die Formate für mich nutzen?

Auch beim Rhythmus zählt, was sich halten lässt. Ich selbst veröffentliche drei Mal pro Woche und wechsle dabei zwischen Aufmerksamkeit, Vertrauen und Verkauf. Mehr als zwei direkte Verkaufsposts sind es pro Woche nie, und persönliche Einblicke gehören bei mir auf den Freitag. Der größte Unterschied zeigt sich im Aufwand. Wenn Essenz, Positionierung und Säulen klar sind, braucht ein Post rund fünfzehn Minuten, und das Handy darf auch mal ein paar Stunden liegen bleiben.

Wirksamer Content beginnt bei dir

Content, der wirklich für dich arbeitet, 

entsteht von innen nach außen, so wie ein maßgeschneidertes Kleid: Zuerst kommt der Schnitt, der zu deinem Körper passt, danach folgen Stoff, Farbe und Details. 

Bei deinem Content ist der Schnitt deine Essenz. Um sie legen sich Positionierung, Content-Säulen, Formate und Rhythmus. Wer so beginnt, braucht am Ende weniger Ideen und weniger Zeit, weil jeder Post eine Richtung hat.

Und das allerwichtigste: wird unverwechselbar.

Wenn du aus diesem Artikel nur eines mitnimmst, dann das,

was ich meinen Kundinnen immer wieder sage: Es gibt nichts, was du werden musst, und gleichzeitig darfst du dich an dich erinnern.

Wie die KI in diesen Prozess passt, habe ich im Artikel „Content in Zeiten von KI als Personal Brand“ beschrieben.

Wenn du deine Essenz klarer sehen möchtest, buche dir einen Alignment Call mit mir. Wir schauen gemeinsam, wo dein Content beginnt.

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